Über mich

Es ist soweit. Nachdem ich seit einem dreiviertel Jahr zahlreichen interessanten Nähblogs folge, mich an den wunderschönen Kleidern erfreue, die u. a. jede Woche beim Me made Mittwoch zu sehen sind, möchte auch ich gerne an diesem teilnehmen und erstelle dazu diesen blog. In den letzten 9 Monaten sind zahlreiche Kleider entstanden, die ich gerne zeigen und über die ich mich auch gerne mit anderen Bloggerinnen austauschen möchte.
Ich nähe manchmal retro, gerne Jersey und hauptsächlich Kleider, was mich zum Namen dieses blogs inspirierte. Das heißt aber nicht, dass ich auch mal etwas anderes zeigen werde. Ich bin sehr gespannt, wie sich das hier entwickelt.

Karlsruhe, Mai 2013

Kontakt: kleidernaehen at gmail.com


Mehr Informationen? Im Herbst 2013 stellte mir Katharina diese Fragen:

1. Seit wann nähst du und wie bist du dazu gekommen? 
Mit 16 Jahren habe ich einen Nähkurs besucht, dessen Ergebnis eine Bluse war, die ich nie getragen habe. Seitdem habe ich die Nähmaschine höchstens hervorgeholt, um einen Kissenbezug zu nähen. Selbst Hosen habe ich zum Kürzen zur Schneiderin gebracht. Einzige Ausnahme war vor einigen Jahren eine Erlebnis-Krabbeldecke für die Nichte eines ehemaligen Freundes.
Auf der Suche nach schönen Strickmustern im www sind mir eine Reihe von Nähblogs aufgefallen, auf denen ich die wundervollen Kleider bewunderte. Seit einigen Jahren gefallen mit Kleider sehr gut, diese sind aber entweder sehr teuer oder sehr kurz und so entstand im Sommer 2012 die Idee, sie selber zu nähen. Hinzu kommt das sehr einseitige und von Modeketten dominierte Angebot in den Innenstädten, das mich langweilt. Mir ist meine Kleidung wichtig, ob diese aber von anderen als modisch bewertet wird, ist mir relativ egal. Ich möchte nicht von dem aktuellen Angebot abhängig sein. Nun kann ich meinen Stil bis zu einem gewissen Grad selbst gestalten.
Relativ zeitgleich ist meine Oma im Alter von 92 Jahren gestorben. Sie hat viele ihrer Kleider aber auch Mieder selber genäht. Ich kann mich sehr gut erinnern, wie sie im Nähzimmer - welch Luxus - über einen Tisch gebeugt stand, auf dem eine feste Decke, abgedeckt mit einem weißen Bettlaken lag und darauf ein Burda-Schnittbogen, den sie mit einem Kopierrädchen mit Holzgriff kopierte. Beim Aufräumen nach ihrem Tod fielen mir in diesem Zimmer 12 alte Burda MODEN auf, die ich mitnahm und danach kaum noch aus der Hand legen konnte. Mein Vater war über meine Begeisterung leicht irritiert, da ich stundenlang nicht mehr ansprechbar war. Eine der Zeitschriften war aus dem Jahr 1972 - meinem Geburtsjahr - unglaublich.
Wenn ich nun zuhause nähe, arbeite ich mit dem Kopierrädchen meiner Oma und erinnere mich an sie. Zudem hat meine Oma jeweils einen Schuhkarton mit Garn und Knöpfen hinterlassen, auf die ich bei fast jedem Nähprojekt zugreife. Ein wahrer Schatz und jedes Mal eine schöne Erinnerung an meine Oma.

2. Was war dein erstes Kleidungsstück?
Im Sommer 2012 habe ich beschlossen, mit einem Burda Download Schnitt für einen Rock, meine zweite Nähkarriere zu beginnen. Zwei Besuche in einer offenen Nähstunde waren nötig, um ihn fertig zu stellen, da ich nicht verstanden habe, wie ich die Schnittteile zusammen nähen muss. Getragen habe ich ihn leider nie. Danach konnte ich mit dem Nähen nicht mehr aufhören.

3.Wie kamst du dazu, übers Nähen/Handarbeiten zu bloggen?
Meine Mutter strickt phantastische Pullover, Strickjacken, Mützen, Schals, ... Wenn sie mir von ihrem neuesten Projekt am Telefon erzählt, surfen wir häufig parallel durchs Netz, damit ich mir ein Bild von ihm machen kann. Sie wohnt in Bielefeld (450km), so dass ich nicht mal kurz vorbeifahren kann, um mich direkt mit ihr zu unterhalten. Dabei und bei der Suche nach Ideen für meine eigenen Strickprojekte, bin ich vor zwei Jahren auch auf die Nähbloggerszene aufmerksam geworden. 
Seitdem ich nähe, sehe ich immer wieder beim MMM vorbei und erfreue mich an den vielen kreativen Näherinnen. Als ich die vielen schönen Kleider beim Weihnachtskleid Sew Along 2012 gesehen habe, entstand der Wunsch mitzumachen, so dass ich auf die Idee kam, zu bloggen. Zudem erhoffte ich mir Kontakt zu anderen Nähbegeisterten, deren Augen auch aufleuchten, sobald sie das Wort Stoff hören.

4. Hat sich durch deinen Blog etwas an deinem "Nähverhalten" verändert?
Jein. Ich bin mir nicht sicher. Der Grund für den Blog war die Teilnahme am MMM und Austausch mit anderen Bloggerinnen. Bisher konnte ich fast an jedem MMM teilnehmen, da ich Kleider zeigen konnte, die ich im letzten Jahr genäht habe. Von der Idee bis zur Fertigstellung benötige ich drei bis vier Wochen. Ich weiß nicht, ob mich das demnächst unter Druck setzt, schneller zu werden, um weiterhin neue Kleider zeigen zu können. Vielleicht tritt aber auch der Austausch über das Nähen mehr in den Vordergrund. Oder ...
Sicher bin ich, dass ich ohne den Blog bestimmt kein Kostüm genäht hätte. Nun habe ich Ideen für mindestens drei weitere und wünsche mir dafür ZEIT.

5. Kennst du andere Bloggerinnen persönlich?
Bisher noch nicht. Aber im Januar geht es zur Annäherung in meine Geburtsstadt. Auch hier in Karlsruhe scheinen sich einige Kontakte zu ergeben.

6. Woher holst du deine Anregungen?
Spannend finde ich viele Kleider bei dawanda. Aber auch die Vintage-Schnitte bei etsy oder in meinen alten burda MODEN lassen mein Herz höher schlagen. Weitere Inspiration sieht man oben "Inspiration". Viele aktuelle Schnitte fallen mir häufig erst auf, wenn eine der wundervollen Bloggerinnen ihn in einem Kleid umsetzt.

7. Wie gehst du beim Nähen vor?
 
So viele Fragen! "Bist du z.B. ganz akkurat und heftest vorher oder sparst du sogar an den Stecknadeln?" Ich bin eher faul und ärgere mich manchmal darüber, da ich deswegen die ein oder andere Naht wieder auftrennen musste oder mir - im schlimmsten Fall - der Fehler/die Pfuscherei erst beim fertigen Kleidungsstück auffällt.
"Gehörst du zu den Perfektionistinnen und nähst Probe- und Nesselmodelle oder geht du mehr so mit Gottvertrauen dran und lässt dich vom Ergebnis überraschen?" Wenn ich sehr unsicher bin, vernähe ich zunächst einen günstigen Stoff zu einem Probemodell an dem mein Herz nicht zu sehr hängt, der mir aber dennoch gefällt, da ansonsten die Pfuscherei die Oberhand gewinnt und die ganze Mühe sinnlos ist.
"Verwendest du einen Basisschnitt?" Vielleicht demnächst. Ich nehme häufig einige kleine Anpassungen vor, bevor ich zuschneide. So muss ich zum Beispiel den Brustpunkt immer ca 2 cm tiefer setzen. Auch die Schultern sollte ich meistens etwas verschmälern. Bei meinem letzten Kleid habe ich das Oberteil von Simplicity 2444 mit dem des neuen Schnittes verglichen, da dieses meiner Vorstellung von einem Basisschnitt sehr nah kommt. Ansonsten habe ich bisher nur sehr wenige schlechte Erfahrungen gemacht.

8. Produzierst du auch UFOs und Teile für die Tonne? Und was machst du mit letzteren? Echt in die Tonne oder verschenken oder hortest du sie (wie ich)?
Habe ich ein Loch in den Stoff gebrannt, wie es mir bei einem Cordrock kurz vor Fertigstellung passiert ist, landet das Teil sofort in der Tonne. Schwieriger wird es bei Teilen, die nicht passen. Die liegen eine ganze Weile im Schrank, weil ich denke, dass ich sie noch retten kann. Davon gibt es zur Zeit drei. Verschenken kann ich sie nicht, weil sie noch nicht fertig sind. Zwei Kleider hängen im Schrank, die mir nicht stehen. Vielleicht ist verschenken tatsächlich eine gute Idee. Zum Wegschmeißen sind sie zu schade.

9. Hast du auch noch andere Hobbies außer Nähen und Handarbeiten?
Meine weiteren Interessen nehmen nicht so viel Zeit in Anspruch, weswegen ich sie auch nicht als Hobbies bezeichnen würde. ABER: Ich liebe das Schauspiel und gehe deswegen regelmäßig ins Theater. Im Sommer gehe ich mehrmals die Woche im Freibad schwimmen und pflege meinen Balkon. Jede Woche genieße ich eine Stunde Pilates. Etwa einmal im Jahr muss ich nach Berlin, um Großstadtluft zu schnuppern und ins Theater zu gehen. Ich lese auch sehr gerne.

10. Und wie bringst du das alles unter einen Hut?
Haha.


Ergänzung im März 2016 
Seit einem Jahr bin ich Mitglied der Me Made Mittwoch Crew und habe seitdem unglaublich viel erlebt und neue Menschen kennengelernt. Als ich vor drei Jahren mit diesem Blog begann, habe ich mir das nicht mal vorstellen können. Ganz große Freude!

Kommentare:

  1. Liebe Nina,
    ...in deinem Profil hab ich keine Mailadresse gefunden, deshalb frage ich dich hier:
    jetzt hat das "Tagging" - so eine Art Blogger-Kettenbrief-Fragebogen, hier kannst du mal schauen:
    http://www.ilanoe.ch/2013/10/05/getaggt/
    auch mich erreicht und ich würde dich gerne auch weiter"taggen", weil mir dein Blog so gut gefällt, wollte dich aber vorher fragen. Wenn du Lust hast mitzumachen, kannst du mir ja eine Mail schreiben.
    Viele Grüße von Katharina

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  2. Hallo, kann ich bei Ihnen die Anleitung für diese tolle STrickjacke erwerben:

    http://3.bp.blogspot.com/-5BRfk59Y8ow/Uu5FchkWfpI/AAAAAAAAB7A/3lOBDjolcyw/s1600/P1030330.JPG

    Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen

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    1. Erwerben nicht. Ich kann sie gerne kopieren und zuschicken. Aus welcher burda stammt das Bild? Ich müsste suchen. LG, Nina

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