Samstag, 24. Februar 2018

Ein Kimono für besondere Anlässe

Im Herbst sah ich Wiebke zum ersten Mal in einem Asaka Kimono, den sie auf einer Hochzeit in Südafrika trug. Ich war überrascht, wie kleidsam so ein "Kittel" sein kann! Im Januar zeigte Wiebke den Kimono dann auf ihrem Blog und es war sogar bereits ein zweiter in schwarz entstanden. So einen wollte ich auch. Unbedingt.


Im Schrank fand sich ein schwarzer, dünner Wollstoff (ca 2,50m) und als ich mich an das Futter, das ich bei Diffusione Tessile in Roppenheim gekauft hatte, erinnerte, musste ich sofort beginnen. Und bin von dem Ergebnis absolut begeisert.

So begeistert, dass mich der Kimono vor zwei Wochen nach Berlin begleitete, wo ich ihn im Theater trug. Für den ganz normalen Alltag ist er mir allerdings zu auffällig und in Karlsruhe wäre ein Theaterbesuch - was weniger am Theater als am Publikum liegt - vermutlich kein Anlass, ihn aus dem Schrank zu holen. Aber in Berlin habe ich mich - abgesehen von den Außentemperaturen und dass Wiebke ihren auch trug - ausgesprochen wohl darin gefühlt. Nun hoffe ich deswegen auf zahlreiche Hochzeitseinladungen und sonstige festliche Anlässe, um ihn tragen zu können.



Ich vermute, dass die Designerinnen von Named an einen sommerlichen Morgen gedacht haben als sie den Kimono entwarfen. Das Designbeispiel ist ca 15 Zentimeter kürzer, nicht gefüttert und aus einem zarten (Seiden?) Stoff.

Quelle: https://www.namedclothing.com/shop/asaka-kimono/, 24.02.2018

Ich habe den Kimono zweimal genäht, das Futter anschließend an allen Säumen, abgesehen von den Ärmelschlitzen, um ca zwei Zentimeter gekürzt und anschließend beide Mäntel miteinander verstürzt. Zum Schluss habe ich den Kragen angenäht. Von Innen sieht das dann so aus:



Ich bin also genauso wie bei meinen beiden "Lahja" Bademänteln vorgegangen, die dem Kimono im Übrigen sehr ähneln. Leider habe ich es bis heute nicht geschafft, die Schnittteile zu vergleichen. Ich vermute jedoch, dass sie sich vor allem in der Ärmelform unterscheiden. Der Asaka-Ärmel ist sehr viel weiter ausgestellt und bis über den Ellenbogen geschlitzt. Der Korpus und auch die überhängenden Schultern erscheinen mir sehr ähnlich.


Auf den Bildern sieht man den Kimono mit dem vorgesehen Stoffgürtel. Ich habe ihn aber mit einem sehr (Wickel-)Ledergürtel getragen, der deutlich breiter ist als der hier gezeigte. Mit dem Ledergürtel fühle ich mich angezogener als mit dem Stoffgürtel.


Insgesamt ist der Kimono ein schnelles und einfaches Projekt. Aufgrund der körperumspielenden Form benötigt er keine besonderen Anpassungen.


Auf den beiden Bildern kann man erahnen, dass die Ärmel hinten ein klein wenig länger sind.


Aufgrund des Schlitzes hängen sie übrigens nicht im Essen. Steht man aber vom Tisch auf, sollte man ein klein wenig darauf achten, keine weit ausholenden Bewegungen zu machen, bei denen man mit dem Arm über den Tisch wedelt. Denn dann ist das ein oder andere Glas in Gefahr, vom Tisch gefegt zu werden.

So, her mit den Einladungen! Ich habe etwas zum Anziehen!


Allen LeserInnen wünsche ich ein schönes, sonniges Wochenende!!!
Nina

Kommentare:

  1. Du siehst so toll aus, dass ich überlege, ob und für wann ich auch einen brauche.

    Lg Dana

    AntwortenLöschen
  2. OOOOOOOOOOOOOOH, ist der schön!!!!! Mit staunenden Augen, Zuzsa

    AntwortenLöschen
  3. Sehr edel geworden! Und Du strahlst aus gutem Grund!
    Liebe Grüsse, Ly.

    AntwortenLöschen
  4. Soviel Glamour - ich bin begeistert! Ein tolles Teil ich drücke die Daumen für viele Tragegelegenheiten. LG Kuestensocke

    AntwortenLöschen
  5. Du meine Güte! Auch Deiner ist sooo wunderschön geworden! Wahnsinn. Ich frage meinen Mann, ob er mich wohl demnächst noch mal heiraten würde - eine Einladung wäre Dir sicher.
    Liebe Grüße heike

    AntwortenLöschen
  6. Wow!!! Ganz toll!
    Liebe Grüße
    Sabine

    AntwortenLöschen
  7. Sehr großartig! Die Stoffwahl ist total gelungen und ein "Ausgehkimono" wäre mal eine Variante von "schick", mit der ich mich anfreunden könnte.
    LG, Bele

    AntwortenLöschen