Sonntag, 6. Dezember 2015

Weihnachtskleid Sew Along: Teil 3

Zur Erinnerung, ich möchte ein Kleid aus der Burda Style vom Mai 2014 nähen und dazu eine Jacke stricken.


Da es das Kleid nur in einer Langgröße in der Burda gibt, ich aber nur 165cm groß bin, habe ich beschlossen, ein Probekleid zu nähen, um die Passform zu überprüfen. Ein Kleid zu nähen, das ich auf keinen Fall anziehen werde, liegt mir nicht. Ich möchte die Arbeit nicht in ein Kleidungsstück investieren, das ich später auf keinen Fall tragen werde. Die Schnittteile versprachen ein tragbares Kleidungsstück, so dass ich einen Stoff anschnitt, den ich zwar wunderschön finde, der aber aus einem Care-Paket aus Berlin stammt und damit sehr günstig war. Herzlichen Dank dafür! Ich war nicht die einzige, der der Stoff gefiel... Und dies war auch nicht der einzige Stoff, den sie für uns gekauft hat. Nach dem Bild kann man sich vorstellen, welche Gewichte die Gute für uns nach Hause schleppt.


Das Kleid aus dem Stoff passt, die Temperaturen draußen eher nicht. Beim Aufbügeln der Einlage ist mir zudem aufgefallen, dass der Stoff denkbar ungeeignet ist, um zu prüfen, ob das Kleidungsstück tatsächlich passt, da er sich in alle Richtungen dehnt und es somit gut passieren kann, dass mein Weihnachtskleid zu eng wird. Ich muss also meinem Maßband vertrauen oder ein weiteres Kleid probenähen. Dazu fehlt mit jedoch die Zeit.


Den vorderen Ausschnitt habe ich ca 2cm weiter geschlossen. Das war fast ein wenig zu viel. Ansonsten habe ich keine Änderungen vorgenommen. Normalerweise muss ich den Brustpunkt tiefer setzen und das Vorderteil um ca 2cm verlängern. Bei dieser Langgröße war das nicht nötig.


Hinten sollte ich beim Reißverschluss noch etwas nachbessern. Der Abschluss ist noch nicht gerade. Das Oberteil sowie die Ärmel habe ich gedoppelt, da mich Belege immer sehr nerven. Dazu habe ich die Ärmel vier Mal zugeschnitten und je zwei an der Außenkante zusammengesteppt, die Nahtzugabe am Futter festgesteppt, den Ärmel gewendet und gebügelt


und dann an das äußere Oberteil angenäht.


Anschließend habe ich das Futter auf dem Boden ausgebreitet,


den Oberstoff darüber gelegt (Am Oberstoff habe ich den V-Ausschnitt mit Vlieseline verstärkt damit er nicht einreißt.),


den Ausschnitt festgesteckt und gesteppt.

 

Das gleiche habe ich mit den Armausschnitten gemacht. Problematisch war, dass ich die Ärmel bereits angenäht hatte. Um die Armausschnittnähte steppen zu können, habe ich die Ärmel aufgerollt. Sie stecken in dem sehr schmalen Schulterband. 


Beim Nähen habe ich gehofft, dass ich sie nicht festnähe. Nun kam der schwierige Teil. Ich musste das gesamte Oberteil durch die schmale Stelle an den Schultern ziehen. Wichtig ist dabei, dass die Seitennähte noch offen sind! Begonnen hatte ich damit, das Vorderteil nach hinten zu holen. Das war ein Fehler, es war viel zu groß. Einfacher ist es, die Rückenteile durch die Schultern zu ziehen da diese sehr viel schmaler sind.


Nachlesen kann man diese Methode des Fütterns bei anmasi! Sie schneidet die Nahtzugaben sehr ordentlich zurück. Das ist sicher eine gute Idee. Ob ich diese Methode bei meinem Weihnachtskleid anwende, weiß ich nicht so recht. Der Stoff ist etwas dicker und ich habe Angst, dass ich ihn nicht mehr durch die kleine Öffnung an der Schulter bekomme.


Das Muster stimmt nicht überein. Ich muss mir noch überlegen, ob mir das bei meinem Weihnachtskleid wichtig ist. Hier empfinde ich es nicht als störend. Der Rock ist noch nicht gefüttert.

Im Schnittmuster ist ein Tellerrock vorgesehen. Da mir dafür der Stoff fehlt, habe ich den ausgestellten Rock von Butterick 5951 zugeschnitten und angenäht. Er passt perfekt zum Oberteil.

Mit der Strickjacke habe ich begonnen. Ich stricke "twigs and willows" aus dem Buch "botanical knits" von Alana Dakos (never not knitting). Im Moment habe ich aber ganz große Zweifel, dass die Jacke bis Weihnachten fertig wird.


Wie weit die anderen WKSA-Teilnehmerinnen sind, sieht man auf dem Me Made Mittwoch Blog.

Kommentare:

  1. Dein probekleid gefällt mir schon ausnehmend gut! Das würde ja farblich auch gut zum Jäckchen passen.
    LG Dana

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  2. Oh, was für ein toller, toller Stoff - hach, den würde ich auch nehmen :) Aber ein Probekleid aus Stoff, der sich ganz anders verhält als der geplante Stoff ist natürlich nicht ganz optimal, aber ich denke, wenn man das mitbedenkt, dann ist es trotzdem ein Anhaltspunkt.

    Dann wünsche ich Dir gutes Vorankommen und einen schnellen Maschenschlag ;)

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  3. ja, ein toller stoff !
    das buch kenne ich auch, so tolle modelle, besonders schön finde ich deine ausgesuchte strickjacke.
    ich drück dir die daumen, dass alles klappt :-)
    lg anja

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  4. Tolles Probekleid! Der Stoff ist richtig schön und ich kann mir vorstellen, dass er schön fällt. Ich bin gespannt auf das "richtige" Weihnachtskleid. Mit den Probemodellen geht es mir übrigens wie dir: viel Zeit und Material für die Mülltonne investieren macht einfach keinen Spaß. Ich bin für tragbare Probeteile.
    lg Almut

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  5. Da hat die Besorgerin wohl den ganzen Ballen gekauft, ein sehr schönes Foto und ich kann es verstehen, der Stoff ist wirklich toll. Ich finde das Muster passt doch ganz gut, nur in der Mitte sieht man es etwas und da starrt ja wohl aus Höflichkeit niemand die ganze Zeit hin.
    Viele Grüße
    Sylvia

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  6. Was für ein tolles Foto! Diesen wundervollen Stoff hätte ich wohl auch gern gekauft. Dein Kleid sieht zauberhaft aus!! Und mit der Futter-Verstürz-Methode muss ich mich wohl auch noch auseinandersetzen...
    Auch das Modell für die Strickjacke sieht sehr schön aus. Die Farbe gefällt mir und sie wird eine ganz wunderbare Ergänzung zu Deinem Muster-Stoff für das finale Weihnachtskleid werden.
    Liebe Grüsse h

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  7. Ein richtig schickes "Sommerkleid", der Stoff ist wirklich toll und wahrscheinlich ist bis zum ersten Stock noch reichlich vorhanden ;-). Übrigens ist mir beim ersten Blick nicht aufgefallen, daß das Muster am Rücken nicht stimmt. Mein Blick landete genau auf der Stelle, wo die Blumen zueinander passen. Ich finde es nicht tragisch.
    lG silke

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  8. der Stoff ist wirklich sehr schön, ebenso wie das Kleid und das Jäckchen wäre das Tüpfelchen auf dem i.
    Ich drücke die Daumen, daß das klappt.

    LG Bella

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  9. Das Probekleid ist schon sehr schön geworden und das Jackenmuster ist auch vielversprechend. Viel Erfolg.,LG Carola

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  10. Das Probekleid sieht toll aus. Da hast Du einen wundervollen Stoff bekommen.
    Der beschriebenen Fütterungsmethode trau ich nicht... Aber das ist ja nicht dein Problem. Aber jetzt weiß ch, was ich bei mir vergessen habe: Die Spitze im ausschnitt mit etwas Vlieseline zu stabilisieren. Naja, vielleicht habe ich Glück und mein Futterstoff übernimmt den Job.

    Jetzt warte ich aber mal aufs Finalkeid. Das muß schon richtig gut werden, nach diesem Probeexemplar.

    LG neko

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    1. Warum traust der Methode nicht? Für Kleider ohne Ärmel ist sie perfekt. Mit meinen kleinen Ärmeln funktioniert gerade noch. LG, Nina

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  11. Hach, der Stoff. Das Foto. Das war lustig. Unsere gute Wiebke. Sie braucht doch einen Fahrradanhänger. Und Hakenporsche.
    Das Probekleid sieht toll aus. Wirst du sicher lieben im Sommer. So ein Crepe ist wirklich schwierig in der Größe abzuschätzen,. Könnte sich ja auch noch weiten. Ich bin gespannt. Und die Strickjacke, das Muster hätte ich auch gerne. Sieht toll aus.
    lg monika

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  12. Das ist ja eine Menge Stoff für viele, viele Kleider.
    Dein Probekleid gefällt mir gut und Du hast Dir viel Mühe gegeben, jeden einzelnen Schritt zu zeigen. Interessant finde ich die Ärmel-Dopplung, ist aber wahrscheinlich nur möglich bei dünnen Stoffen.
    Wünsche Dir frohes Weiternhähen.
    Liebe Drosselgartengrüße zu Dir von Traudi

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  13. Das Probekleid ist ja sehr hübsch; das wird bestimmt ein gern getragenes Sommerkleid.
    Anmasis Methode schaue ich mir auch jedes Mal wieder an, bevor ich ein ärmelloses Kleid füttern muß, zuletzt bei einem Kleid für die Tochter; : ). Und ehrlich gesagt füttere ich mittlerweile lieber, als mich mit Belegen abzuquälen, die nicht so wollen, wie sie sollen.
    LG von Susanne

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