Dienstag, 15. April 2014

"Untendrunter" Sew Along - Bestandsaufnahme und Ansprüche an ein Unterkleid

Lästerrunde und Kleiderschrankinspektion: Was soll das, Kleidungsindustrie??!!

Vorweg: Mit Unterkleidern und -röcken habe ich bisher nahezu ausschließlich schlechte Erfahrungen gemacht. Nachdem meine ersten Kleider zum Teil ungefüttert sind und der Rock an den Beinen klebt, die Strumpfhose hochkrabbelt oder noch schlimmer: sich zwischen den Beinen verfängt, bin ich in der Stadt auf die Suche nach einem geeigneten Unterkleid oder -rock gegangen und wurde bei Karstadt sehr freundlich beraten, so dass ich mit einem schlichten schwarzen Unterkleid und einem ebensolchen Unterrock nach Hause kam.

Die Verkäuferin versprach, dass Röcke nun locker fallen werden, der Unterrock sich nicht statisch auflädt und ein angenehmes Tragegefühl. Ich war begeistert. Nun ja, bis zum ersten Tragen. Der Unterrock schiebt sich sehr gerne bis zum Po hoch, so dass ein deutlicher Wulst unter dem Kleid entsteht: SEHR kleidsam. Ich habe das Gefühl einen Unterrockschwimmring mit mir rumzutragen. Der Rock ist (dann deutlich) zu kurz, so dass der eigentliche Rock wieder an den Beinen klebt und die oben beschriebenen Probleme damit nicht gelöst sind. Unterkleid und -rock hängen immer noch in meinem Schrank:

Material: 87% Polyamid + 13% Elasthan
Zufriedener - aber nicht glücklich - bin ich mit diesem Unterkleid, das ich im Blog und im wahren Leben zu Vogue 8811 trage:
95% Polyester, 5% Elasthan
Das Unterkleid ist hübsch, trägt sich recht angenehm, ist für schmaler geschnittene Kleider aufgrund der Spitze aber nicht geeignet. Catherine lästert über das Kleid und nutzt es als Nachthemd. Sie hat nicht ganz Unrecht. Unter meinem Vogue 8811 trägt es sich recht gut, weil der Stoff des Kleides locker drüber rutscht. An meinen Beinen krabbelt das Unterkleid aber tatsächlich manchmal hoch und ich muss es zurückzuppeln. Ich habe auch versucht, das Unterkleid unter meinem Burda Moden Tageskleid zu tragen: UNMÖGLICH! Geht NICHT. Kleid und Unterkleid krabbeln gemeinsam nach oben.

Tatsächlich hängen auch noch diese beiden Unterkleider seit sechs Wochen in meinem Schrank. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich bisher nur das schwarze unter einem gekauften Kleid getragen. Strumpfhose und Unterkleid sind dabei eine innige Beziehung eingegangen. Gekauft habe ich die beiden Unterkleider, weil sie stark reduziert waren und ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben habe, ein geeignetes Unterkleid zu finden und mir damit das Füttern von (Sommer)Kleidern zu sparen
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Baumwolle?
95% Viskose, 5% Elasthan

Ach ja, so ein "quetsch" Hemdchen besaß ich für ca. 6 Monate und habe es tatsächlich vor wenigen Tagen entsorgt. Man musste es von unten anziehen, wie ein Kleid, obwohl es sich um ein Shirt handelte. Um es über den Kopf zu ziehen, war es zu eng. Kann soetwas gesund sein? Gestört hat mich vor allem der Übergang vom Hemd zum Oberschenkel. Denn wenn oben etwas "gequetscht" wird, muss es ja irgendwo hin: an den Oberschenkeln entstanden hässliche Beulen. Bei einem weiten Rock ist das ja kein Problem aber sobald es etwas enger wird entsteht eine mehr als hässliche Silhouette.

Ich kann mich also nur anschließen und fragen: Was soll das, Kleidungsindustrie??!!

Nun nehme ich am Sew Along teil, um ein wirklich tragbares Unterkleid zu nähen. Vielleicht entsteht dabei auch ein Unterrock.

Da ich ausnahmsweise sehr spät dran, habe ich schon ein wenig bei den anderen Teilnehmerinnen gespickt. Julia hat einige schöne Anregungen beschrieben und Très Julie verlinkt. Daraus und aus meinen eigenen Überlegungen ergeben sich nun folgende Ansprüche an ein Unterkleid:

Ansprüche an ein Unterkleid
  • Der Stoff muss flutschig sein, damit weder Kleid noch Strumpfhose sich an ihm verfangen.
  • Der Stoff muss angenehm zu tragen sein: er darf nicht an der Haut kleben und auch nicht zu warm sein.
  • Ein klein wenig Spitze oder Verzierung darf das Unterkleid/-rock haben. Denn oben hui und unten pfui ist nicht mein Ziel.
  • Der Rock darf auch gerne unter einem Rock hervorblitzen, muss aber nicht. Er muss aber mindestens kurz oberhalb des Knie enden, da meine Kleider mindestens knielang sind. Für das "Blitzen" darf er auch ein wenig länger sein.
Einen möglichen Schnitt habe ich bereits gebloggt, den anderen vor VIER Wochen in den USA bestellt. Leider ist er bisher noch nicht angekommen. Nach weiteren mache ich mich nun auf die Suche bis ich mich endgültig entscheide.


Vor dem Nähen habe ich allergrößten Respekt, da ich noch nie mit flutschigen, leichten und dünnen Stoffen gearbeitet habe. Overlockt man die Nähte einfach oder muss man französische Nähte nähen oder ...???

Die anderen Teilnehmerinnen versammeln sich bei Catherine.

Anregungen und Erklärungen zum Nähen eines Unterkleides findet man hier (Pattern Scissors cloth)! Bzw. hier als Überblick des Sew Alongs.

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