Montag, 1. August 2016

London: Stoff und mehr

Kennt ihr das Gefühl, irgendwo anzukommen und sich sofort zuhause zu fühlen? So erging es mir in London. Ich war zuvor noch nie in London, habe mich aber umgehend wohl gefühlt. Ein guter Start für einen sehr kurzen Besuch in dieser wunderbaren Stadt.

Da dies ein Nähblog ist, werde ich hier aber nur von meinen kurzen Ausflügen in die Stoffwelt Londons berichten. Am Schluss gibt es dann einige London-Impressionen in Bildern.

Als ich das Hostel im Januar buchte, hatte ich noch keinen Gedanken an die Londoner-Stoffwelt, geschweige denn an Waxprint-Stoffe verschwendet. Ich wollte einfach nur eine schöne Zeit mit zwei Freundinnen verbringen. So war es glückliche Fügung, dass sich zwischen der Liverpool Street Station, in die uns der Stansted Airport Express brachte und unserem Hostel in der Dock Street, Spitalfields mit einigen Wax Print Stoff Läden befand. Da es vom Bahnhof zum Hostel nicht weit war, erklärten sich meine beiden Freundinnen erfreulicherweise bereit, den Weg zu Fuß zurück zu legen, so dass ich den ein oder anderen Stoffladen betreten konnte.

Rund um die Middlesex Street findet man zahlreiche Geschäfte, die Wax Print Stoffe anbieten.

vermutlich Wentworth Street

Mit dem Koffer liefen wir durch das Viertel. Und wie man an der Tüte unschwer erkennen kann, habe ich auch fleißig eingekauft. Vier Stoffe waren es nach einer knappen Stunde Shopping-Tour. Im Hostel angekommen, musste ich diese sofort per whats app an mein Me Made Mittwoch Team schicken.


Wer sich in London aufhält und Wax Print mag, sollte auf jeden Fall einen kleinen Abstecher nach Spitalfields einplanen. Das Angebot ist groß und die Preise akzeptabel. Meine Stoffe (je 6 Yards, ca 5,5 Meter) haben jeweils 15 Pfund gekostet. Das sind knapp 18 Euro. Es gibt auch teurere Stoffe, die ich jedoch ignoriert habe.

Der zweite und bereits letzte Stoff-Programmpunkt führte uns in die Myddleton Street zu Sew Over It. Im Online Shop hatte ich einen Stoff gesehen, der mir sehr gut gefällt, ich hoffte, ihn im Laden kaufen zu können. Leider war er in diesem nicht vorrätig.


Es handelt sich hier auch weniger um ein Stoffgeschäft als um eine Nähschule.


Zwar werden auch einige Stoffe und die Schnittmuster von Sew Over It angeboten, der Schwerpunkt scheint mir aber auf den Nähkursen zu liegen.

Doris in blau und Betty Dress in türkis

Zur Ansicht sind auch einige Kleider ausgestellt. Eine Wand zeigte passende Stoffe für die verschiedenen Schnittmuster.


Der Laden ist sehr klein und übersichtlich. Ich habe zum Andenken ein Schnittmuster gekauft.
 

Nachdem ich zwei Tage in meinen hohen Schuhen durch London gelaufen war und mich eigentlich ganz wohl gefühlt hatte, regnete es am Mittwoch als wir aufstanden und für offene Schuhe war es eigentlich zu kalt. Dazu kam das Unverständnis meiner Mitreisenden, so dass ich Turnschuhe trug. Am Abend hatte ich dann Muskelkater und wirklich gut sah das nicht aus ... 

Sehr viele Bloggerinnen empfahlen mir die Goldhawk Road zum Stoff-Kauf. Da ich aber nicht zum Stoff-Kauf nach London gefahren war und meine Freundinnen bereits sehr viel Geduld mit mir gezeigt hatten, werde ich diese Straße erst bei meinem nächsten Besuch kennen lernen, der ganz sicher nicht in ferner Zukunft liegen wird.

Dank meiner Freundinnen, die einen Teil meiner Stoffschätze für den Rückflug in ihr Handgepäck packten, konnte ich meine Einkäufe ohne zusätzliche Kofferaufgabe nach Hause transportieren. Herzlichen Dank dafür!

London in Bildern

Montag
Wo bin ich?

Spitalfields Market
Es wird gebaut. ÜBERALL

Fournier Street, das alte Schneiderviertel, Häuser aus georgianischer Zeit

Fish and Chips. Ich brauche das nicht. Das Bier war lecker.

Dienstag

St. Katherine´s Dock, auf dem Weg zum Tower Millenium Pier
 
Tower Bridge

Tower of London

Mit der Fähre vom Tower Millenium Pier zum London Eye

London Eye, ein Geburtstagsgeschenk
 

Mit einem Fast Track Ticket durften wir an der langen Schlange vorbei und waren nach zwei Minuten auf dem Weg nach oben.


 Das Überqueren der Straßen wurde durch deutliche Anweisungen erleichtert.


Nach Westminster Abbey und Buckingham Palace liefen wir über den Piccadilly Circus nach China Town und hatten einen sehr leckeren, späten Lunch.

Vorspeise


M&M´s - ein mehrgeschossiges Geschäft und jede Menge Unsinn. Kann ich solchen Läden normalerweise wenig abgewinnen, habe ich mich hier sehr amüsiert. Wir sind hier zufällig auf dem Weg nach Covent Garden vorbei gekommen. Der Straßenartist mit seinem riesen Stahlreifen war aber eigentlich viel interessanter.

Mittwoch

Kensington, war viel schöner als Notting Hill, das wir eigentlich sehen wollten.



Little Venice


Mit dem Boot zum Camden Market

Freitag, 29. Juli 2016

Mode im ... ???

Tatsächlich habe ich trotz langer Suche kein Erscheinungsdatum gefunden. Da die Modelle aber sehr schön sind, zeige ich sie hier.











Mittwoch, 27. Juli 2016

MMM - Ich packe meinen Koffer

Der letzte Me Made Mittwoch vor der Sommerpause steht unter dem Motto "Ich packe meinen Koffer". Ich packe meinen Koffer in diesem Sommer gleich zweimal. Bzw. eigentlich müsste es heißen, ich packte meinen Koffer bereits ein erstes Mal, denn am Montag flog ich für vier Tage nach London. Ein Super-Kurz-Trip also, mit einem kleinen Koffer, der als Handgepäck durchging.

Meinen richtigen Urlaub verbringe ich in Schottland und Irland auf einem Segelboot. Da ich dort nahezu ausschließlich Funktionskleidung tragen werde, ist der Kofferinhalt eher uninteressant. Ich möchte trocken bleiben und vor allem nicht frieren und verzichte deswegen für gut zwei Wochen auf meine geliebten Kleider. Dass man auch an Land häufig seine Segelkleidung trägt, musste ich erst lernen und es fällt mir immer noch schwer. Letztendlich ist der Platz auf einer Jacht aber so begrenzt, dass ich kaum Stauraum für andere Kleidung habe.

Nun also zum London-Koffer, der in diesem Moment (Sonntag), in dem ich den Post schreibe, vor mit steht, da es morgen losgeht.


Auf der Hinreise und am ersten Tag werde ich dieses Kleid nach Vogue 1027 tragen, von dem ich mittlerweile drei habe. Das rote durfte mich bereits nach Giglio begleiten. Dieses ist erst wenige Wochen fertig und geht zum ersten Mal auf Reisen.


Dieser Schnitt ist einfach großartig. Jede Frau sieht darin gut aus und schnell genäht ist das Kleid auch noch. Leider ist er vergriffen. Der Stoff ist von stoffe.de. Obwohl ich das Kleid erst wenige Male getragen habe, pillt er bereits. Ärgerlich.


Einige kleine Details.


Für Dienstag und Mittwoch habe ich meinen Waxprint-Vogel-Rock eingepackt. Wenn es sehr warm werden sollte, werde ich ihn mit einem Top tragen, ansonsten habe ich zwei schwarze T-Shirts dabei.


Sollten die Füße in den Schuhen zu sehr schmerzen, kann man oben im Koffer ein Paar phantastische Turnschuhe sehen, die so gar nicht passen, dafür aber die Füße schonen. Nachdem ich im Mai in Berlin mit meinen Schuhen schlechte Erfahrungen gemacht habe, habe ich nun eine Alternative dabei. Da ich außer beim Segeln nie Turnschuhe trage, besitze ich auch keine, die zum Rock passen. Schmerzen gegen Schönheit.


Am Donnerstag geht es leider viel zu früh wieder zurück. Diesmal in einem schwarzen Jumpsuit, der mich letztes Jahr bereits nach Mallorca begleitet hat. Auf Giglio hatte ich den braunen Jumpsuit dabei.


Falls ich bei diesem Super-Kurz-Trip mit zwei Freundinnen Zeit finden sollte, den ein oder anderen Stoffladen zu betreten, werde ich hier berichten. Leider sind die beiden nicht so nähbegeistert wie ich. Allerdings fahre ich zum ersten Mal nach London und möchte die Stadt und nicht die Stoffläden kennenlernen.

Zuletzt las ich einen Krimi, der in Edinburgh spielte. Sätze wie diese waren nicht selten: "Es war mal wieder so ein Tag, an dem es ständig regnete und windig war. Der Regen war fein und kalt, einer von der Sorte, der einem durch Mark und Bein ging. Den ganzen Tag war es trübe gewesen, so dass die Autofahrer schon am Mittag ihre Scheinwerfer anstellten.

"Der Edinburgher Regen war wie eine Strafe Gottes. Er drang in die Knochen, in das Mauerwerk der Häuser, in die Erinnerungen der Touristen. Er hielt tagelang an, spritzte aus den Pfützen am Straßenrand auf, zerstörte Ehen, war kalt..." aus "Verborgenen Muster. Ein Inspector Rebus Roman" von Ian Rankin, den ich nicht unbedingt empfehle. Da er aber in Edinburgh spielt habe ich ihn zur Einstimmung auf meinen Schottland-Urlaub gelesen.

Diese Sätze sind mir in Erinnerung geblieben. Wenn es tatsächlich so schlimm wird, werde ich die zwei Wochen in Latzhose - und die ist definitiv nicht so stylisch wie die Latzhosen, die während Sybilles Latzhosen Sew Alongs entstanden sind - und Segeljacke verbringen. Noch bin ich hinsichtlich des Wetters aber optimistisch. Es wird schließlich mein Sommerurlaub.

Dann sehe ich hoffentlich so aus. Aber immer noch nicht selbstgenäht.

Canaren, Weihnachten 2014

Beim Me Made Mittwoch begrüßt uns heute Wiebke mit ihrer Reisegarderobe. Ich bin gespannt. Ich glaube, sie fährt in den Süden und hat etwas mehr im Koffer.