Dienstag, 23. Mai 2017

Im Sommer: Waxprint!

Diesen Rock habe ich bereits im Herbst genäht aber leider nie getragen, weil die Temperaturen es nicht mehr zuließen. Waxprintstoffe sind aus Baumwolle und halten nicht warm, dieser Rock steht zudem so weit ab, dass er nur bei sommerlichen Temperaturen angenehm zu tragen ist. So wie heute.


Für den Rock habe ich das Schnittmuster "Eleonora" aus der Sommerkollektion "Royals" (2016) von Named Clothing" verwendet. Eigentlich endet der Rock eine handbreit über dem Knie. Ich habe ihn relativ problemlos verlängert.


Weil das Muster des Stoffes sehr großflächig ist, habe ich zudem den Reißverschluss in die Seite verlegt. Ein Bruch im Muster finde ich an dieser Stelle nicht so störend wie an der Rückseite.


Den Bund habe ich zusätzlich mit einer Paspel abgesetzt.


Wenn der Verschluss hinten sitzt, sieht Named Clothing zwei Knöpfe zum Verschließen vor, diese habe ich an der Seite ergänzt.


Den Stoff habe ich letztes Jahr in London gekauft. Die sehr farbenfrohen Waxprint-Stoffe begeistern mich immer wieder. Im Juli werde ich mit einigen meiner liebsten Bloggerinnen nach Paris fahren und dort sicherlich noch den ein oder anderen Stoff kaufen. Am Samstag konnte ich trotzdem nicht widerstehen als Frau Dreikah Bilder von Stoffen per whats app schickte. Zwei hat sie für mich gekauft. DANKE! Bei ihr gibt es zudem eine kleine Waxprint-Link-Party, die aber mittlerweile geschlossen ist. Trotzdem kann man immer noch sehen, wie sich diese Stoffe in tragbare Kleidung umsetzen lassen.


So, der Post war für morgen geplant und ich habe ihn gerade aus Versehen veröffentlicht, obwohl das Datum von morgen eingestellt war. Irgendetwas ist da schief gelaufen. Nun habe ich den letzten Absatz raus genommen, denn der verwies auf den Me Made Mittwoch. Leider taucht so ein Post immer gleich in irgendwelchen Blogrolls und Feed Readern auf, so dass ich hier ein wenig Schadensbegrenzung versuche.

Mittwoch, 10. Mai 2017

Me Made Mittwoch am 10.05.2017

Dieser Post ist zunächst auf dem Me Made Mittwoch Blog veröffentlicht worden und  erscheint hier nur, weil mir mein Blog auch als Nähtagebuch dient, das möglichst vollständig sein soll.

Gute Morgen und herzlich willkommen zum Me Made Mittwoch am 10. Mai 2017!

Ich bin Nina, blogge unter "Kleidermanie" und darf euch heute hier zur Teilnahme am MMM einladen. Da der MMM ohne euch nicht funktionieren würde, möchte ich mich zunächst bei allen regelmäßig Teilnehmenden und aber unbedingt auch bei den selteneren Gästen bedanken. Ihr macht den MMM zu etwas ganz besonderem in dem ihr eure genähte Kleidung tragt, auf dem jeweiligen Blog vorstellt und eure Erfahrungen mit Schnittmustern, Stoffen und andere Näherlebnisse mit uns teilt. Der Mittwoch ist für mich deswegen immer eine große Bereicherung auch wenn ich nur in wenigen Fällen kommentiere.

Zwar gibt es mittlerweile auch andere Orte an denen man sich im Netz treffen kann, informativ finde ich aber in der Regel eure Blogposts. Schöne Bilder bei Instagram dienen mir zur Anregung. Anschließend suche ich in euren Blogs nach Erfahrungen mit dem jeweiligen Schnittmuster. Danke, dass ihr euch so viel Mühe gebt!

Ich trage heute ein Kleid nach dem Schnitt "Robe/Dress Vogue" von Louis Antoinette. Auf den Schnitt bin ich tatsächlich bei Instagram aufmerksam geworden. Informationen zum Nähen habe ich anschließend nahezu ausschließlich auf französischen Blogs gefunden. Ein Grund, den Schnitt hier vorzustellen.


Louis Antoinette ist ein kleines französisches Label, das neben den Schnittmustern auch Kids incl. Stoff für den jeweiligen Schnitt verkauft. Zudem fertigen sie ihre Schnitte auch auf Maß an. Die Homepage kann man in französisch oder englisch lesen.

Ich kann nicht, ich nähe!
Robe/Dress Vogue ist mir wegen der ungewöhnlichen Schnittführung aufgefallen. Das Kleid sollte oberhalb des Knies enden, die Seitenteile sind eingesetzt und die Taschen mit drei kleinen Falten abgesetzt. Es soll weit und luftig sitzen. Obwohl es damit von meiner Komfortzone weit entfernt ist, habe ich mir das Schnittmuster immer wieder angesehen und nach Designbeispielen im Netz (1, 2, 3, 4, 5, 6) gesucht.


Und musste den Schnitt dann in Frankreich bestellen. Eine Bezugsadresse in Deutschland habe ich leider nicht gefunden. Etwas ärgerlich, da damit die Portokosten unnötig steigen. Geliefert wird der Schnitt in einem Pappumschlag, auf einem großen, festen Papierbogen und mit einer Anleitung in Französisch und Englisch.


Obwohl man bei den Beispielen im Netz den Eindruck erhält, dass das Nähen der Taschen nicht ganz einfach ist oder die Schnittteile möglicherweise nicht zusammen passen, sind Anleitung und Schnitt perfekt. Beim Kopieren des Schnittes hat man keine Probleme, da die Größen farblich unterschieden werden.

Und auch die Passzeichen sind sehr hilfreich. Bei dem Schnittteil für die Tasche war ich zunächst über die ganzen Zeichen verwundert. Beim Nähen stellte ich jedoch fest, dass sie perfekt zu den Falten passen und damit große Sicherheit vermitteln, dass man das Richtige tut.


Das Kleid habe ich (ungefüttert) an einem Sonntagvormittag genäht. Da ich dafür einen dehnbaren Crepestoff verwendet habe, habe ich auf den rückwärtigen unsichtbaren Reißverschluss verzichtet. Ich ziehe es einfach über den Kopf.
 

Genäht habe ich das Kleid in Größe 38. Mit meinen Maßen - zum Vergleich: Poitrine 90cm, Taille 70cm und Hanches 100 - liege ich im oberen Bereich der Größe 38. Trotzdem finde ich, dass das Kleid an der Taille und Hüfte enger sitzen könnte. Aber das ist Geschmackssache. Laut Größentabelle müsste es an der Hüfte aber sogar zu eng sein. Nun denn...


Den Brustpunkt habe ich ca 3 Zentimeter nach unten verlegt (mache ich immer!) und den Saum um 8 Zentimeter verlängert. Ansonsten habe ich - von vorne betrachtet - keine Änderungen vorgenommen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Obwohl das Kleid, wie oben bereits erwähnt, außerhalb meiner Komfortzone mit engem Oberteil und weitem Rock liegt, gefällt es mir ausgesprochen gut und ich hätte am liebsten sofort ein zweites nach dem Schnitt genäht.


Leider fand sich kein passender Stoff. Das Kleid lässt sich so gut wie aus jedem Stoff nähen (Webstoff ist vorgesehen). Ich finde aber einen fließend und schwerfallenden Stoff vorteilhaft. Ein solcher fand sich leider nicht in meinem kleinen Lager. Man benötigt für das Kleid ca 140cm x 170cm in meiner Größe. Mit etwas puzzlen kommt man ggf mit weniger aus.

Hinten habe ich die vorgesehenen Abnäher vertieft indem ich einen guten Zentimeter parallel zur eigentlichen Naht ca zwei Zentimeter abgesteppt habe. Vielleicht etwas ungewöhnlich. Aber ich denke, mir gefällts.


Das Kleid lässt sich sicherlich das ganze Jahr über tragen. Heute und hier zeige ich es in der Frühlingskombination.


Jetzt freue ich mich auf einen interessanten Me Made Mittwoch!

Herzliche Grüße, Nina

Sonntag, 7. Mai 2017

Ahoy!

Bei artundstil wurde ich auf einen Rock aus der "Ahoy" Kollektion von Lena Hoschek aufmerksam. Dabei handelt es sich um einen weit schwingenden Rock mit kleinen goldenen Ankern auf blauem Grund, der mich begeisterte. Artundstil zeigt den Rock im Rahmen ihrer Planung für den ganzjährigen Sewalong "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank". Monika und Yvonne führen das ganze Jahr über abwechselnd durch diese Aktion.

Leider blieb meine Suche nach einem passenden Stoff ergebnislos. Gefunden habe ich dafür diesen Baumwollstoff mit Flaschenschiffen.


Neben dem Print weicht auch das Schnittmuster vom Original deutlich ab. Verwendet habe ich den Rock eines Vintage-Schnittmusters von Marian Martin 9055, nach dem ich ein Kleid genäht habe. Ergänzt habe ich einen Bund und blau-graue Paspel mit Punkten.


Den weiten Saum habe ich mit einem grauen Schrägband gesäumt und als Futterrock einen Burdaschnitt verwendet, den ich auch bei meinem Blumenrock genutzt habe, da man für diesen erheblich weniger Stoff benötigt als die Menge, die der Oberstoff benötigt (hier ca 2x die Rocklänge).


Da ich weiterhin einen Mangel an Oberteilen habe, kann ich den Rock zur Zeit nur mit unterschiedlichen Blusen tragen. Das gefällt mir aber ganz gut.


 Allen LeserInnen wünsche ich einen schönen Sonntag!

Mittwoch, 3. Mai 2017

Blumen am Me Made Mittwoch

Vor drei Wochen habe ich hier begeistert vom Schnittmuster "Flint Pants" von Megan Nielsen berichtet. Die Begeisterung hält an, so dass ich heute am Motto-MeMadeMittwoch "Blumen" eine weitere Hose nach dem Schnittmuster zeige und bereits eine weitere - dritte! - Hose nach dem Schnitt genäht habe. Es wird also an dieser Stelle noch mehr davon geben.


Wieder trage ich die Hose in Kombination mit dem Top NO.00 Danmark, das es bei How to do fashion kostenlos zum Download gibt. Beide Schnitte passen vom Stil perfekt zusammen.


Die erste Hose ist mit ihrem einfarbigen, blauen Stoff etwas offizieller, so dass ich mich für Knöpfe als Verschluss entschieden habe. Eigentlich war mir jedoch zu Beginn die andere Verschlusslösung mit dem Bändern an der Seite aufgefallen, die ich nun bei dieser Hose umgesetzt habe.


Da sich so ein Band gerne löst, wird die Hose innen zusätzlich von einem Knopf gehalten, so dass nichts verrutschen kann. Über die Konstruktion habe ich in meinem ersten Post (HIER) mehr geschrieben und möchte mich hier nicht wiederholen.


Diese Hose habe ich etwas kleiner genäht. Da die Größe ausschließlich über die Außenkanten der Hosenschnittteile bestimmt wird, habe ich beim Nähen die Nahtzugabe vergrößert. Meine dritte Hose habe ich dann tatsächlich in XS genäht. Sie passt für meinen Geschmack perfekt. Diese ist mir immer noch etwas zu weit. Aber das ist ganz bestimmt Geschmackssache und bei dem gemusterten Stoff sieht man von der Passform eh kaum etwas.

Der Stoff stammt von Fashion for Designers. Ich habe ihn während des Kölner Bloggertreffens vor gut 1,5 Jahren gekauft. Zufrieden bin ich damit nicht wirklich. Bei FFD sieht man immer nur ein kleines, etwa DinA4 großes Ansichtsexemplar, bestellt den Stoff vor Ort und bekommt ihn nach Hause geschickt. Vor Ort gefiel mir der Stoff, obwohl es sich um 100%Polyester handelt. Als er aber hier ankam, war ich von dem Plastikgefühl doch etwas abgeschreckt, so dass er erstmal im Schrank verschwand. Als Hose konnte ich ihn mir nun vorstellen und ich muss zugeben: er trägt sich gut.


Das Nähen war jedoch keine Freude. Zwar gibt er in der Länge und in der Breite kaum einen Millimeter nach, quer verschiebt er sich dafür um so mehr. Das führte dazu, dass ich die Hosenbeine zwei Mal gesäumt habe, weil die Hose hinten plötzlich vier Zentimeter länger war als vorne. Das sah nicht schön aus... 

Jetzt ist der Saum gerade auch wenn es auf dem Bild oben nicht wirklich so aussieht.
Mir gefällt die Hose meistens weniger blumig mit Bluse oder T-Shirt besser, die jedoch beide gekauft sind.


So ein Bild muss noch sein ;-))
 

Wer mehr Kleidung mit Blumenmotiven sehen möchte, folge dem Link zum Me Made Mittwoch! Ich freue mich auf einen blumigen Mittwoch.

Herzliche Grüße, Nina

Sonntag, 30. April 2017

Ein Kleid nach einem Vintage-Schnittmuster aus den 60er Jahren

Meine Burda-Sammlung verrät, dass ich alte Schnittmuster mag. Genau so begeistert bin ich von Einzelschnitten ab den 40er Jahren. Einige wenige besitze ich, die meisten habe ich noch nicht verwendet. Bei Instagram sah ich dann ein Schnittmuster, dass mich so begeisterte, dass ich es mir ausgeliehen und sofort genäht habe. Liebe Maienfee, ganz herzlichen Dank dafür!

Und meine Erwartung wurde nicht enttäuscht.

 

Der Marian Martin Schnitt ist ca von 1964. Einfach zu nähen, anschaulich erklärt und wie gemacht für meine Figur. Ich habe das Kleid ohne Änderungen genäht. Alleine an den Prinzessnähten oberhalb der Brust habe ich ca einen Zentimeter weggenommen.


Während des Nähens habe ich mich allerdings gefragt, ob der Stoff tragbar sein wird. Er ist so fest und steif, dass zwar das Nähen ein reines Vergnügen ist, weil sich der Stoff nicht verzieht, ich fragte mich aber wie er sich am Körper anfühlen wird. Überraschenderweise trägt er sich ganz gut und passt zum Schnitt da der Stoff Volumen aufbaut und der Rock damit von selbst ein wenig absteht.

Geschlossen wird das Kleid an der Seite mit einem nahtverdeckten Reißverschluss. Die Knopfleiste ist nur Fake. Das gefällt mir, da sie so nicht aufsperren kann.





Der Rock besteht aus einem Rechteck, das in Falten gelegt wird. Ich habe das Schnittteil bereits für einen weiteren Rock benutzt. Es gefällt mir sehr gut und wird sicherlich noch häufiger von mir verwendet werden.


Häufig überlege ich, ob ich tatsächlich lange Ärmel an ein Kleid nähen soll, da eine Strickjacke darüber häufig etwas merkwürdig aussieht und das Kleid zudem recht "angezogen" wirkt. Bei diesem Kleid bin ich froh, dass ich mich für die dreiviertel Ärmel entschieden habe. Sie passen perfekt zum Stil des Kleides.


Von hinten werfen die Schultern wie so häufig Falten. Wenn ich die Arme nach vorne strecke, brauche ich das Mehr an Stoff allerdings.


Insgesamt bin ich mit dem Kleid sehr zufrieden. Es gefiel mir so gut, dass ich gleich ein zweites in einem sehr geliebten Stoff zuschnitt. Dieses fristet jetzt zunächst ein UFODasein, da es viel zu weit ist und der Crepestoff dem Kleid durch seinen schweren, fließenden Fall nicht gerecht wird. Ä R G E R L I C H! Und für mich zudem etwas unerklärlich, wie sich die beiden Kleider so unterscheiden können.


Habt ihr auch alte Schnittmuster zuhause und traut euch nicht? Vielleicht macht mein Beispiel ein wenig Mut, die Vintage Schnitte zu testen.



Allen LeserInnen wünsche ich einen schönen ersten Mai!
Herzliche Grüße, Nina